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Nervenkompressionssyndrome (=chronische Einklemmung von Nerven am Ellenbogengelenk)

Nervus Ulnaris Syndrom

Der N. ulnaris verläuft am Ellenbogen durch eine Engstelle am unteren Oberarm, dem Sulcus ulnaris. In diesem Bereich ist der Nerv sehr oberflächlich gelegen, was jeder schon einmal als "Musikantenknochen" erfahren hat. Hier kann der Nerv durch Weichteile chronisch eingeengt werden, was zu Gefühlsstörungen mit Kribbeln oder Taubheit führt. Diese  Nerveneinengung ist die  häufigste am Ellenbogen

Abb. 1: Aufsicht auf den Ellenbogen von innen (ulnar). Der N. ulnaris liegt hier in einem teils knöchernen teils bindegewebigen Kanal.





Technik

Ziel ist es, den Nerv aus seinen Einengungen zu befreien. Hierzu wird der Nerv oberhalb des Ellenbogens aufgesucht und aus seinem Bett herauspräpariert und weit nach unten verfolgt. Ist die Einengung sehr stark ausgeprägt wird der Nerv dann nach vorne verlagert und dort in einem Bett aus subkutanem Fettgewebe eingebettet.

Abb. 2: Verlagerung des Nervus ulnaris: Der Nerv wird aus seiner Einengung befreit und in ein neues Bett verlagert.




Nachbehandlung

Es erfolgt eine Ruhigstellung des Ellenbogen für 3-4 Wochen. Danach erfolgt vorsichtiges Mobilisieren. Arbeitsfähigkeit besteht nach 4-6 Wochen, je nach Schwere der Belastung des Arms. Die Rückkehr des Gefühls oder der motorischen Funktion hängt von de Dauer der präoperativen Beschwerden ab.

Andere Nervenkompressionssyndrome (N. radialis, N. medianus)

Diese sind vergleichsweise selten, können jedoch sowohl Schmerzen verursachen als auch zu Lähmungen der versorgten Muskulatur führen.

Abb. 3: Einengung des Speichennerven am Ellenbogen








Abb.4: Einklemmung und Mangelversorgung des Speichennerven nach einer Einblutung, die zu einer Vernarbung geführt hat. Diese hat eine schmerzhafte Schwäche der Hand- und Fingerstrecker verursacht. Der Nerv wurde unter Lupenvergrößerung befreit.

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