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Oberamkopfnekrose

Durch Medikamente (z.B. große Mengen Cortison), übermäßigen Alkoholgenuss, Stoffwechselstörungen oder als Unfallfolge, kann es zu einer Minderdurchblutung des Oberarmkopfes kommen. Dies hat ein Absterben des lebenden Knochengewebes zu Folge. Das führt nach einigen Monaten zum Einbruch und einer Deformierung des Oberarmkopfes mit schmerzhafter Bewegungseinschränkung.
Wenn deutlich weniger als die Hälfte des Humeruskopfes eingebrochen und die Pfanne gut erhalten ist, kann oft noch eine zementfrei verankerte Schale aus Metall den zerstörten Knorpel ersetzen („Oberflächenersatz“, „Kappenprothese“). Dieser Prothesentyp kommt - auch bei anderen Ursachen und Grunderkrankungen - insbesondere bei sehr jungen Patienten mit guter Knochenqualität zum Einsatz, wenn ein Ersatz der Pfanne wegen der zweifelhaften Langzeitprognose möglichst unterbleiben sollte.

Abb: 1: Humeruskopfnekrose bei einem 32-jährigen Patienten nach Chemotherapie:Röntgenbild, Befund in der Kernspintomografie, intraoperativer Ersatz des zerstörten Knorpels durch eine Metallkappe, Röntgenbild 2 Jahre nach Oberflächenersatz

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