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Schultersteife, Schulterteilsteife

(auch genannt  „Frozen shoulder" oder "primäre, idiopathische Schultersteife")
Die Schulter entwickelt als einziges Gelenk des menschlichen Körpers ohne äußere Ursache recht häufig Einsteifungen, die durch eine Verdickung und Schrumpfung der Gelenkkapsel bedingt sind. Diese Erkrankung befällt insbesondere Frauen im Klimakterium und Diabetiker, so dass ein Ungleichgewicht der vegetativen Nervenversorgung vermutet werden kann. In der Tat ist der Zusammenhang mit so genannten „regionalen Schmerzsyndromen“ recht auffällig, bei dem es durch eine Entgleisung der Balance des unbewussten Nervensystems zu Versteifungen des ganzen Arms kommen kann. Da sich diese Gelenksteife oft nur sehr langsam und unvollkommen zurückbildet, was häufig Schmerzen verursacht, bieten wir nach erfolgloser krankengymnastischer Übungsbehandlung eine arthroskopische Lösung der Verwachsungen und kontrollierten Durchtrennung der Gelenkkapsel an, damit die Beweglichkeit schneller wieder hergestellt wird.
Eine Unterscheidung zur "sekundären Schulterteilsteife" bei zugrundeliegender Schulterpathologie ist nicht immer einfach. Deshalb  bedarf es einer genauen Diagnostik ob andere Ursachen im Schulterbereich vorhanden sind die Mitbehandelt werden müssen.

Abb. 1: „Flammende“ Rötung als Folge der Entzündung bei einer ideopathischen Schultersteife. Lösen der Verwachsungen mit der bipolaren Thermosonde.

Behandlungsziel

 Wiederherstellung der normalen aktiven Beweglichkeit im Schultergelenk

Nachbehandlung

Eine intensive Schmerzbehandlung und Übungsbehandlung (Physiotherapie) nach Operation ist zur Verhinderung von erneuten Bewegungsverlusten unbedingt anzuraten. Diese wird durch unfangreiche lokale Betäubungsverfahren (die regionale Leitungsblockade mittels Katheter, "Winie-Katheter") durch die Abteilung für Anästhesie mit unseren Schmerztherapeuten (Schmerzbehandlung) gewährleistet (Leistungen der Anaesthesiologie).

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Kongresse